Amaryllis - Das Atelier Ulf Höppner in Bad Berleburg
Amaryllis - Das Atelier Ulf Höppner

Zu mir


Ausstellungsplakat Niederrheinisches Museum Duisburg Ausstellungsplakat Niederrheinisches Museum Duisburg

 

 
Da besuchte mich vor einigen Jahren unerwartet mein Jugendfreund Gerhard, ein engagierter Sozialpädagoge und Pianist mit goldenem elften Finger.

Er motivierte mich, Arbeiten, die entstanden sind, doch einmal zu veröffentlichen.

Dinge aus meiner Sicht.

Zeit, auch mal wieder etwas "Anständiges" zu machen.

Amaryllis war geboren.

Wiedergeburt  Wiedergeburt, Format ca. 40 x 50 cm

Aus meiner Schulzeit und danach

Dem damaligen Duisburger Bürgermeister und Klassenlehrer der evangelischen Volksschule fälschte ich nach Bedarf dessen Unterschriften.

Und auch mein Pastor, der Jahre später mehrere Arbeiten von mir erwarb und mich auf meinen Ausstellungen begleitete, wurde nicht verschont.

Der Konfirmanden-Unterricht spielte sich für mich auf dem Bolzplatz ab. Und irgendwer mußte ja den Nachweis für den Besuch des Konfirmanden-Unterrichts beglaubigen. Machte ich ganz gut.
Ansonsten war ich in Religion nicht schlecht.
In Kunst verpaßte man mir eine Fünf.

Musik sollte mich zu Höherem befähigen. So mußte ich als kleiner Junge auch noch das Geigenspiel erlernen.

Meine Mutter meinte, das Duisburger Konservatorium würde mich in den langen Jahren des Geigenunterrichts zu einem Virtuosen der Extraklasse schulen.
Ihr Leben lang hatte sie darunter gelitten, diese Einrichtung nie als Stipendiatin nutzen zu dürfen. Das Veto ihres Vaters: "Wir nehmen keine Almosen" verbot jedes Widerwort und jede Diskussion.

Ich allerdings hatte zu ungeschlachte Hände und bekam immer Rückenschmerzen.
Für den Job eines Stehgeigers hätte es gereicht.
Der Ausgang meiner vielversprechenden Karriere.

Was blieb mir anderes übrig, als meine Profilneurosen anderweitig zu befriedigen: Spielte Eishockey für ein paar Jahre, studierte, kämpfte unfreiwillig tapfer bei der Luftwaffe einer NATO-Einheit, und verscheuerte mangels Masse meine Aktzeichnungen an Vorgesetzte.

Militärdienst und Studium kosteten mich Jahre, bevor ich mich auf die allgewaltige Gesellschaft und Unternehmen einließ, die ich ab dann mit Gleichmut kommunizierte und missionierte.

Seit fast 40 Jahren verdinge ich mich in der Werbung.

Der Geher Der Geher, Format ca. 50 x 62 cm